Reise

Bäckertauche in Friesach

Betrügerischen Bäckern drohte im 16. Jahrhundert eine besondere Strafe

Bei Bäckern, die mit Zutaten oder Gewicht Schindluder trieben, verstanden die Menschen im 16. Jahrhundert keinen Spaß: Ihnen blühte die Bäckertauche. Zur Strafe wurden sie in einen eisernen Käfig gesperrt und unter Wasser getaucht.

In der ältesten Stadt Kärntens, Friesach in der Region Mittelkärnten, ist eine derartige Bäckertauche noch heute in Verwendung – natürlich nur zur Demonstration. Bei historischen Festen, für die das mittelalterliche Städtchen berühmt ist, kommt sie regelmäßig zum Einsatz.

Einst sperrte man bei der Bäckertauche den beschuldigten Bäcker in diesen Käfig, der an eine lange Kette gebunden war und mit einer Kurbel ins Wasser des Friesacher Wehrgrabens gelassen wurde. Der ist übrigens eine Sehenswürdigkeit für sich. Denn er ist der einzige Wehrgraben in Mitteleuropa, der originalgetreu erhalten und noch immer mit Wasser befüllt ist.

Die Bäckertauche war ein regelrechtes Volksfest, bei dem der Bäcker entsprechend gedemütigt wurde. Untergetaucht wurde er allerdings nur zur Abschreckung – und dann wieder heraufgeholt. Man brauchte ihn ja schließlich weiterhin zum Brotbacken.

Weitere Infos zum Urlaub in Kärnten gibt es im ARCD Reisebüro.

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