Reise

Neue Bahnuniformen: Zurück zum Glanz der 20er

Insgesamt 43.000 Mitarbeiter der Bahn haben direkten Kundenkontakt. Sie beraten in Reisezentren, begleiten Züge und Busse oder betreuen an der Bahnsteigkante oder in den DB Lounges Fahrgäste. Sie alle sollen bis Ende 2019 mit neuen Bahnuniformen eingekleidet werden.

Die neue Unternehmensbekleidung ist aus Sicht der Bahn ein wichtiger Baustein des Qualitätsprogramms Zukunft Bahn. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gut gekleidet sind und sich wohlfühlen, leisten einen noch besseren Service für unsere Kunden“, ist DB-Personalvorstand Martin Seiler überzeugt. Die aktuellen Uniformen – welche bei der inzwischen privatisierten Bahn als Berufsbekleidung bezeichnet werden – sind über 15 Jahre alt.

Für Seiler ist der Auftritt seiner Mitarbeiter eine weithin sichtbare Visitenkarte des Unternehmens.  Deshalb soll die neue Unternehmensbekleidung den Außenauftritt der Bahn moderner und sympathischer machen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Bahn Star-Designer Guido Maria Kretschmer (Shopping Queen) ins Boot geholt. Gemeinsam mit 60 Bahnangestellten entwickelte er seit 2016 eine komplette Kollektion. Insgesamt 80 Einzelteile, vom Sakko bis zur Strickmütze.

Für Guido Maria Kretschmer ging mit diesem Auftrag ein Traum in Erfüllung. Gleichzeitig war es auch eine besondere Herausforderung. Die die neue Unternehmenskleidung der Bahn muss auf dem Laufsteg und im Alltag eine gute Figur machen. Seit dieser Woche testen deshalb 250 Mitarbeiter der Bahn die Kleidung im Betrieb.

Das Image der Bahn hat in den letzten Jahren stark gelitten. Zunehmende Unpünktlichkeit, defekte Klimaanlagen und eine überalternde Flotte haben Spuren hinterlassen. Herausforderungen, denen sich die Bahn mit ihrer Qualitätsoffensive – diese beinhaltet beispielsweise den Ausbau von schnellem WLAN und Steckdosen in den Zügen – aktiv stellt. Dabei erhält sie nun Unterstützung von Guido Maria Kretschmer. Schon auf den ersten Blick zeigt sich, dass der Designer den Spagat zwischen Tradition und Moderne hervorragend bewältigt. Dazu zählt auch die Einführung eines neuen Rottons. Der Designer spricht von Burgundy, die Bahn von Servicerot. Ein schmeichelnder Akzent, der ins Art déco entführt. Damit lässt er das Bahnpersonal an die Goldenen Zwanziger anknüpfen – in denen die Eisenbahn ein Synonym für Fortschritt und Verlässlichkeit war. Gleichzeitig orientiert sich Kretschmer mit Formen uns Schnitten an der modernen Formwelt, die den neuen ICEs und ICs ihren Charakter gibt. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung – denn gut gekleidete und bestens gelaunte Bahn-Mitarbeiter sind auch ein Gewinn für den Fahrgast.

Deutsche Bahn AG / Harry Vorsteher
Deutsche Bahn AG / Harry Vorsteher
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