Mobilität

Mit zunehmender Breite steigt die Gefahr

Wenn es im Straßenverkehr einmal kracht, kann es schnell teuer werden. Dies bekam nun der Fahrer eines fast die komplette Fahrbahnbreite beanspruchenden Anhängergespanns zu spüren. Dieser musste verkehrsbedingt anhalten. In dieser Zeit öffnete der Fahrer eines am Straßenrand geparkten Pkw die Fahrertür, um einzusteigen. In diesem Moment setzte sich das Anhängergespann wieder in Bewegung – und kollidierte mit der Tür.

Finanzielle Folgen

Durch den Unfall entsteht an der Fahrertür ein Schaden von über 4.000 Euro. Zudem belastet eine Wertminderung von 400 Euro den Fahrzeughalter. Um während der Reparatur mobil zu bleiben, greift dieser außerdem zu einem Mietfahrzeug. Dieses lässt weitere Kosten von 1.400 Euro auflaufen. Die Kosten von insgesamt 5.800 Euro sollte der Führer des Gespanns übernehmen. Obwohl dieser das Einsteigen gar nicht wahrnehmen konnte – er war ja bereits an dem geparkten Pkw vorbei gefahren.

Erhöhte Betriebsgefahr bringt 25 Prozent

Da der Fahrer des Zugfahrzeugs nicht zahlen wollte, landete der Fall vor dem Oberlandesgericht Celle. Dieses stellte nun fest: Der Fahrer des geparkten Pkw hatte mit dem Weiterfahren des Gespanns und der damit verbundenen Gefahr einer Kollision rechnen müssen. Trotzdem muss der Führer des Anhängergespanns 25 Prozent der kosten tragen. Er haftet, weil durch die erhebliche Breite des Anhängers ein Sicherheitsabstand von 0,5 bis 1 Meter zum geparkten Fahrzeug nicht eingehalten werden konnte. Dies sorgt für eine erhöhte Betriebsgefahr.

Rechtlicher Beistand kostet Geld. Rechnungen, die bei der Abwehr unberechtigter Forderungen anfallen, übernimmt die Kfz-Haftpflichtversicherung. Wer hingegen Forderungen durchsetzen will, muss den eigenen Geldbeutel aufmachen. Hier hilft eine Verkehrsrechtsschutzversicherung. Sie übernimmt Prozesskosten – zu denen häufig auch teure Gutachten von Sachverständigen zählen.
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