Reise

Trüben Quallen und Mördergarnelen den Badespass?

Die Globalisierung macht auch vor heimischen Gewässern nicht halt. Dies ist zur Zeit ganz besonders am Bodensee zu spüren. Wassersportgerät, im Ausland aktive Sport-Taucher oder die Schifffahrt haben unzählige gebietsfremde Tiere wie Quallen im Grenzgebiet zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz angesiedelt.

Seit 1999 gibt es in Deutschlands größtem Binnengewässer beispielsweise Süßwasserquallen, die eigentlich in Südostasien zu Hause sind. Üblicherweise leben sie in Polypenform unbemerkt am Grund des Sees. Erst wenn die Wassertemperatur über Wochen hinweg mehr als 20 Grad beträgt, bilden sich der für Quallen typische Schirm und Fangarme. Dann vermehren sich die Wassertiere auch in großer Zahl und kommen bis an die Oberfläche. Besonders in geschützten Abschnitten wie Badebereichen oder Hafenbecken sind die Medusen dann zu beobachten. Nur zwei Zentimeter groß sind sie deutlich kleiner als ihre Verwandten im offenen Meer. Trotzdem verfügen sie, genau wie größere Gattungen, über Nesselzellen. Diese sind für Badegäste allerdings völlig ungefährlich, versichern die Experten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg.

Ähnlich verhält es sich mit dem Höckerflohkrebs. Die auch als Killer Shrimp bekannte Garnelenart stammt aus dem Toten Meer und wurde 2002 erstmals im Bodensee entdeckt. Die aggressiven Tiere vertreiben zunehmend einheimische Arten, können dem Menschen jedoch keinen Schaden zufügen.

Trotz ungebetener Badegäste steht ungetrübtem Badespaß im Bodensee also nichts entgegen. Dies bestätigt auch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. In Ihrer aktuellen Badegewässerkarte für Baden-Württemberg bestätigt sie den Strandbädern größtenteils ausgezeichnete Wasserqualität.

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